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GOP Varieté-Theater Bremen - Eröffnung

September 23, 2013

Neueröffnung des GOP Varieté Theaters Bremen und Eröffnungsshow „Glanzlichter“

 

Neues GOP, neue Show. Passend zur Eröffnung hat der bekannte GOP-Regisseur Kurt Gminder ein beeindruckendes Konzept entworfen: „Glanzlichter“ heißt die Mischung aus lustiger Unterhaltung, mitreißender Spannung und unentdeckten Künsten. Sie wird bis zum 24. November zu sehen sein.

 

Der Neubau neben dem Weser-Tower erstrahlt in unberührtem Glanz. Mit direktem Anschluss an das Steigenberger Hotel (****), moderner Gestaltung und Terasse am Wasser wirkt der Gebäude-Complex wie ein Urlaubsresort. Vor dem verglasten Eingang des GOP wurde der rote Teppich ausgerollt. An dessen Ende wartet die Eingangshalle auf den Besucher. Begrüßt wird man von einer Zwei-Mann-Band, die beruhigende Hintergrund-Musik spielt, und freundlichem Personal, dass einen empfängt und den Weg zum Tisch weist. Der neugestaltet Bühnensaal wurde in einer Mischung aus zeitloser Eleganz und verspielten Mustern eingerichtet.

 

Dort warten bereits die gedeckten Tische - mit Broten und Dipp als Appetit-Anreger - auf den Besucher. Als Teil des Erlebnis-Arrangements folgen dann die Kürbis-Curry-Suppe als Vorspeise, Pouladenbrust (vegetarisch: Gemüse-Burger) auf Spitzkohl mit Waldpilzen und Kartoffelgratin als Hauptgericht und in der Show-Pause ein Topfen-Tonkamousse mit Pfeffer-Pflaumenkompott.

 

Den roten Faden der Show bildet Matthias Rauch. Mit lustigen Kommentaren und verblüffenden Tricks überbrückt er die Umbauarbeiten, von denen das Publikum so nichts mitbekommt. Der Meister der Zauberkunst fasziniert vor allem durch Manipulation: „Das setzt sich zusammen aus dem lateinischen: ,manus‘, die ,Hand‘ und ,pulation‘ - Na, so rumpulen eben“, erklärt der Moderator. Der humorvolle Entertainer hatte das Publikum bereits nach wenigen Minuten an einem Punkt, wo dieses über fast alles gelacht hätte. Doch er schaffte es auch, die Zuschauer völlig verstummen zu lassen - auch das kann als Zaubertrick gelten. Vor lauter Faszination konnte niemand mehr einen Ton herausbringen. „Wie macht er das?“, stand in den Gesichtern des Publikums. Mit seiner Manipulation lässt Matthias Rauch Spielkarten verschwinden und wieder auftauchen. Im Sekundentakt wirft er sie in einen Kasten und hat sie im nächsten Moment in der anderen Hand. Die Zuschauer sind schnell begeistert von dem charismatischen Moderator. Umso ertaunlicher, dass Matthias Rauch in Wirklichkeit eher schüchtern ist. Das Auftreten vor großen Menschen war anfangs eine echte Überwindung, erklärt er im Interview. Sein größter Zaubertrick scheint seine eigene Verwandlung: Hinter der Bühne ein schüchterner Künstler, auf der Bühne der selbstbewusste Moderator. Das hat Applause verdient!

Ebenso beeindruckend präsentierte sich Mareike Koch (27) dem Publikum. Die gebürtige Bremerin beherrscht die Kunst der Strapaten - und schwingt sich vor dem Publikum durch die Lüfte. Zu bewegender Musik hält sie sich am Seil fest und wirbelt daran über die Bühne, als wäre es das Natürlichste der Welt. Was bei Mareike Koch so einfach aussieht, benötigt jahrelange Übung. Mit perfekter Körperbeherrschung und -spannung fasziniert sie das Publikum, das mit angehaltenem Atem zu Mareike hochschaut. Mit wilden Verrenkungen schwebt sie meterhoch über dem Bühnenboden, bis die Musik schließlich verklingt und das Publikum in tobenden Applause ausbricht.

Eine Ablenkung von der angespannten Stimmung bieten „Lost Locos“. Das Trio aus Spanien besteht aus Carlos Chavez (38), Miguel Sotelo (43) und Juan Portela (50). Mit viel Humor und ihren Gitarren bringen sie die Zuschauer zum Lachen - und das fast 15 Minuten. Obwohl bei einem dermaßen langen Auftritt oft die Gefahr besteht, dass schnell Langeweile auftritt, ziehen „Lost Locos“ das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann! Zwar ist ihre Show etwas albern und plump gehalten, aber das erwartet man bei drei spanischen Womanizern wohl auch. Es wird geflirtet, gebuhlt und angemacht - nicht nur während der Show. Auch im Interview zieht Carlos Chavez seine Rolle weiter durch. Auf die Frage, wie er sich mit zwei Wörtern beschreiben könnte, antwortet er wie selbstverständlich: „Genialität... und Genitalität!“. Diese Zusammenfassung beschreibt auch die Show der drei Spanier: Witzige Wortspiele, offensichtliche Anmachen und südländisches Temprament - das scheint nicht nur den Frauen zu gefallen.

Obwohl die Lachmuskeln beim nächstem Act völlig unbeteiligt waren, herrschte beim Publikum trotzdem große Anspannung. Sung (21), der Meister des Diablo, ist ein Newcomer in seinem Bereich und ein Autodidakt. Umso beeindruckender wirkt die Show, die er vor seinem Publikum abliefert: Bis zu drei Diablos schleudert der Taiwaner um sich herum - und bewegt sich dabei auch noch rhytmisch zur Musik. Gekrönt wird der Auftritt von einem Lächeln, welches ständig sein Gesicht schmückt. Bei einer überzeugenden Leichtigkeit lässt Sung das Diablo weniger wie ein Spielzeug, sondern wie eine eigenständig Kunst wirken.

Wie schon Mareike Koch tanzen auch Evelyne (21) & Shannon (25) gern durch die Lüfte. Die beiden Kanadierinnen haben den Doppeltrapez perfektioniert. Obwohl die beiden Frauen völlig entspannt aussehen, ist das Risiko ihrer Darstellung dauerhaft präsent. Auch das Publikum weiß, wie schnell hier etwas schiefgehen kann. Ein falscher Griff, eine falsche Bewegung, eine winzige Ablenkung kann zum Fall aus mehreren Metern Höhe führen. Völlig fasziniert wagt es niemand einen Laut von sich zu geben und atmet erst wieder ein, als die beiden ihre Show beendet haben - um dann klatschend ihre Bewunderung auszudrücken.

Mit etwas weniger Risiko aber gleicher Körperanspannung präsentiert sich auch das „Duo Hand2Stand“. Camille Tremblay (21) und Louis-Marc Bruneau-Dumoulin (22) arbeiten als Team und müssen sich zu hundertprozent auf einander verlassen können. Ein Beispiel: Aus der Brücke heraus wickelt Camille ihren Körper einmal komplett um Louis-Marcs Bauch, während der in den einhändigen Handstand geht. Ein Bild, dass mit Worten kaum zu beschreiben scheint.

Nur eine Darbietung tanzt aus der Reihe: Der enttäuschenste Auftritt das Abends war Roxana Küwen (23). Sie präsentiert dem Zuschauer die Fußjonglage. Das Prinzip, die ungelenken Füße zu feinmotorischen Gliedern umzuwandeln, scheint zwar beeindruckend - die Umsetzung hat das Publikum aber wenig überzeugt. Auf dem Bauch und Rücken liegend wirbelte, stapelte und warf sie ihre Bälle über die Bühne. Kleine Fehler und Patzer verzeihen die Zuschauer auch den Profis gern, aber Roxana schaffte es einfach nicht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Als Ausgleich ließ der letzte Auftritt der „Rokoshkovs“ alles vorherige vergessen. Die „Rokoshkovs“ - Das sind drei starke Männer und eine bezaubernde Frau, die allen Männern den Kopf verdreht. Die Vier-Akrobatik am Reck war das absolute Highlight - und kam natürlich zum Schluss der Show. Eingebettet in eine Liebesgeschichte, in der die drei Männer um die schöne Frau buhlen, wirbeln die vier gemeinsam am Reck herum - gleichzeitig nebeneinander, untereinander, miteinander. Eine unglaubliche Darstellung, der keine Beschreibung würdig wird. Nur zu empfehlen!

Nach einer kurzen Abschlusszeremonie, in der sich alle Künstler noch mal kurz vorstellen und ihren Applause einfangen, fällt der Vorhang. Daraufhin folgt die Einladung in den hauseigenen Club, das „Adiamo“. Dort warten DJs, Tanzfläche, freundliches Personal und Getränke auf die Gäste des GOP, sodass der Abend seinen Höhepunkt erreichen kann.

 

Fazit: Eine gemütliche Atmosphäre, hervorragendes Personal, exzellentes Essen, faszinierende und humorvolle Acts und der hauseigener Club machen einen Besuch im neuen GOP Bremen zum Erlebnis. Abgesehen von einigen Kinder-Krankheiten, die mit Technik und Organisation zu tun haben und sich bestimmt bald legen werden, ist ein Besuch dort nur zu empfehlen.

 

 

 

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