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GOP Varieté-Theater Essen - ASIA 2012

April 16, 2012

Alte Bekannte und neue Gesichter, so könnte man das Programm „ASIA“ im GOP-Varieté-Theater Essen vom 1. März bis 29. April 2012 bezeichnen.
Künstler aus verschiedenen Teilen Asiens kommen für diese Produktion zusammen, nur einer schlägt aus der Art und das ist der „Electric Buddha“ Kai Eikermann.
Mit vollem Körpereinsatz sorgt er für den entsprechenden Humor in der Show.
Vielen Stamm-GOP-Besuchern zuletzt aus der 2010er-Show „Beatz“ bekannt, wirbelt er in bekannter „Robo“-Manier über die Bühne.
Ebenfalls humorvoll und bekannt aus der Produktion „FUNtastisch“ aus dem Jahre 2011 ist der „Edo-Daikagura“-Künstler Senmaru. Der Japaner in seinem traditonellen Gewand huscht zum Auftakt mit einem Schirm über die Bühne, um zahlreiche Gegenstände, ob rund oder eckig, auf dem Schirm drehen zu lassen.
Ein schöner Einstieg. Um die Nähe zum Publikum aufzubauen, versucht er gemeinsam die Sprachbarriere zu durchbrechen, indem er die Zuschauer bittet ihm  seine Gegenstände zu benennen und kommentiert dies mit viel Witz.
Als er dann zur japanischen Teekanne greift (lt. seiner Aussage Made in China), beginnt keine beschauliche Teezeremonie, sondern er lässt die Teekanne  auf einem Kuwae-bachi, einer Beißstange in seinem Mund, tanzen.
Auch bekannt aus dem GOP, aus dem Programm „RED“ aus 2011, das Lock Dance-Duo „Hilty & Bosch“, den Masters of Locking. Wenn Synchronität einen anderen Namen tragen sollte, so würde Hilty & Bosch trefflich passen.
Das Duo bewegt sich dermaßen synchron  zur Musik über die Bühne, egal ob die Musik langsam oder schnell ist, auch stetige oder auch abrupte Geschwindigkeitsänderungen werden perfekt dargestellt.
Das Ganze nennt sich Lockdance. Locking hat ein klar definiertes Bewegungsbild, welches sich durch bestimmte Schritte und Bewegungen, die sogenannten Locks, auszeichnet. Alle Bewegungen werden groß, teilweise übertrieben, und meist sehr dynamisch getanzt. Diese Bewegungen stammen von den social dances der 1960er Jahre in den USA, wie z.B. Funky Chicken, Jerk, Mashed Potato und Sneak.
Der typische Locking-Ausdruck wird als „cool“ oder „comical“ bezeichnet. Typische Locking-Bewegungskombinationen tragen oft Namen aus dem Cartoonbereich, was den Ausdruck und die Intention des Tanzes nochmals unterstreicht.
So gibt es Bezeichnungen wie „Skeeter Rabbitt“, „Scooby Doo“, „Tom and Jerry“ und „Uncle Sam“.
Den roten Faden des Programms, eine Liebesgeschichte, bildet das Duo „Dinh Anh“. Die vietnamesischen Akrobaten, die auch im privaten Leben ein Paar sind, mimen ein Liebespaar auf seiner Reise durch den asiatischen Kontinent.
Mit 11 Jahren verließ Anh ihre Familie im Süden Vietnams um sich im Norden in Hanoi an der „National School for Circus“ zur Artistin ausbilden zu lassen. Für Dinh war Akrobatik erst einmal nur Freizeitbeschäftigung, erst mit 18 ging auch er an die Zirkusschule und lernte dort Anh kennen.
Mit ihrer harmonischen Darbietung und den fließenden Bewegungen spiegeln sie ihre Liebe zueinander wieder. Aber auch die schwungvollen Drehungen von Anh und das kraftvolle Halten von Dinh. Ob beim Tee trinken oder einem Spaziergang im Park, sie sind sich ständig nah. Jedoch als sie sich im Großstadtdschungel verlieren, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Wunderbar dargeboten mit allen Künstlern auf der Bühne in verschiedenen Rollen.

Das größte und auch jüngsteTalent, welches an diesem Abend auch den meisten Applaus erntete, ist „Chu Chuan-Ho“ aus Taiwan. Seine Diabolo-Show ist einfach nur atemberaubend. Bis zu 3 Diabolos wirbeln durch die Luft und er bezwingt sogar auch die Schwerkraft, indem er einen Diabolo nach oben rollen lässt.

Ebenfalls Begeisterung beim Publikum erzeugten Ariunbold Myagmar, Chuluun Baigalmaa, Nandin-Erdene Lkhagvasuren und Urangerel Selenge aus der Mongolei.
Auf engstem Raum verbiegen sich die 4 Kontorsionisten als „Euphoria“, so als besäßen sie keine Wirbelsäule  und hängen sich sogar für kurze Zeit an Mundstücke, um ihr gesamtes Körpergewicht mit dem Kiefer zu tragen.

Auch eine faszinierende Leistung erbringt der Kasache „Darkan“ an den Strapaten.
Mit 5 Jahren bei einem Zirkusbesuch beschloss Darkan Artist zu werden. Er begann mit Kunstturnen und beendete seine Ausbildung in der Zirkusschule im Alter von 15 Jahren. Ein Jahr später verließ er zum ersten Mal seine Familie und Kasachstan und ging als Profi-Artist in die Schweiz. Für seine technisch umwerfenden artistischen Darbietungen hat er bislang drei Goldmedaillen gewonnen.
Vor allem ein inszenierter Sturz in die Tiefe mit einem Halt knapp über dem Bühnenboden lässt den Zuschauern den Atem stocken.

Mal etwas ganz anderes bekam der Zuschauer in einem Varieté-Programm geboten.
„Ramazan Yumrutepe“ ist Sandmaler und stammt aus der Türkei.
Er zeichnet seit über zwanzig Jahren und hat Malerei an der Gazi Universität in Ankara studiert.
Sandmalerei hatte im osmanischen Reich eine lange Tradition. So konnten z.B. geheime Schlachtpläne schnell skizziert und sofort wieder verwischt werden, wenn jemand dazu kam, der das nicht sehen sollte.
Mit Hilfe einer Videoprojektion wird dem Zuschauer diese Kunst der Malerei präsentiert. Romantische Motive rieseln auf seinen Maltisch und sind kurz darauf wieder der Vergänglichkeit verfallen.

Aber auch das begleitende kulinarische Menü überzeugt auf ganzer Linie.
Zunächst die fruchtige Tomaten-Mango-Suppe mit Ricotta.
Das Hauptgericht überzeugt mit zartem Kalbfleisch, köstlichem Bärlauch Püree und originellen Blümchenmöhren.

Das Programm „ASIA“ ist noch bis zum 29.April 2012 zu erleben.

 

 

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