TusenFryd – Achterbahn-Highlights hoch über dem Oslofjord
Ein Besuch im norwegischen Freizeitpark TusenFryd ist vor allem eines: abwechslungsreich. Neben zahlreichen Familienattraktionen und Wasserbahnen warten gleich sieben Achterbahnen darauf, entdeckt zu werden. Für uns standen natürlich die Coaster ganz oben auf der Liste – und dabei konnten vor allem Storm – The Dragon Legend und Speed Monster nachhaltig Eindruck hinterlassen.
Storm – The Dragon Legend: Unser absolutes Highlight
Ganz oben auf dem Berg gelegen, sorgt Storm – The Dragon Legend schon optisch für Aufmerksamkeit. Der 360 Meter lange Coaster von Gerstlauer ist Europas erster Inverted Launch Coaster und verbindet mehrere Besonderheiten zu einer überraschend runden und vor allem sehr spaßigen Fahrt.
Der Start erfolgt zunächst mit einem eher sanften Launch aus der Station. Anschließend geht es rückwärts durch die Station, bevor der Zug erneut beschleunigt. Kurz vor dem entscheidenden Launch gibt es sogar noch einen Moment Hangtime – besonders in den hinteren Reihen wird dieser Moment intensiv erlebt.
Dann geht es mit voller Geschwindigkeit weiter: Bis zu 95 km/h erreicht der Zug.
Was uns bei Storm besonders gefallen hat, ist das Fahrgefühl. Statt Schulterbügeln kommt lediglich ein Bauchbügel zum Einsatz, wodurch die Fahrt angenehm frei wirkt. Gleichzeitig fährt sich der Coaster erstaunlich ruhig und kontrolliert.
Kurz gesagt: Storm macht von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach Spaß. Für uns war diese Achterbahn das ganz klare Highlight unseres TusenFryd-Besuchs.
Speed Monster – seit 20 Jahren ein Klassiker
Auch Speed Monster gehört zu den großen Achterbahn-Erlebnissen des Parks – und das bereits seit 20 Jahren. Der von Intamin gebaute Accelerator Coaster katapultiert seine Fahrgäste beim Start innerhalb von nur 2,2 Sekunden von 0 auf 85 km/h. Insgesamt werden 90 km/h erreicht.
Auf der 690 Meter langen Strecke warten anschließend drei Inversionen. Der kräftige Launch und die abwechslungsreiche Streckenführung machen Speed Monster zu einem Coaster, der auch nach zwei Jahrzehnten nichts von seinem Reiz verloren hat.
Noch mehr Achterbahnen
TusenFryd hat natürlich noch mehr zu bieten. Der Thundercoaster ist mit 950 Metern Länge die markante Holzachterbahn des Parks und erreicht bis zu 93 km/h. Ebenfalls interessant ist Loopen, ein 460 Meter langer Vekoma Tornado Coaster mit zwei Inversionen und einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.
Damit bietet TusenFryd eine durchaus abwechslungsreiche Achterbahn-Auswahl – von modernen Launch-Konzepten bis hin zu klassischen Coaster-Erlebnissen.
Bergauf, bergab – gutes Schuhwerk nicht vergessen!
Wer TusenFryd besucht, sollte allerdings gut zu Fuß sein. Der Park liegt an einem Hang
und entsprechend geht es immer wieder bergauf und bergab. Vom Eingang erleichtert
zwar eine Rolltreppe den ersten Höhenunterschied, danach ist aber durchaus Fußarbeit
angesagt.
Auch kulinarisch geht es im Park eher unkompliziert zu. Burger, Pommes, Pizza, Hot
Dogs und Fish & Chips gehören zum Angebot. Wer es etwas leichter mag, findet aber
auch Sandwiches, Salate und Pasta.
Für die Anreise mit dem Auto stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Diese sind
kostenpflichtig und werden über eine automatische Kennzeichenerfassung verwaltet.
Schranken gibt es daher nicht – was auf den ersten Blick schnell den Eindruck erwecken
kann, das Parken sei kostenlos. Das ist jedoch nicht der Fall.
Unser Fazit
Unser Besuch im TusenFryd hat einen sehr positiven Gesamteindruck hinterlassen.
Der Park bietet eine schöne Mischung aus Achterbahnen, Familienattraktionen und
Wasserfahrgeschäften und ist durch seine Lage am Hang auch landschaftlich
interessant.
Unser persönliches Highlight war ganz klar Storm – The Dragon Legend. Der
ungewöhnliche Aufbau, die mehrfachen Launches, das freie Fahrgefühl und die
Hangtime machen den Coaster zu einem besonderen Erlebnis.
Aber auch Speed Monster zeigt eindrucksvoll, dass ein 20 Jahre alter Coaster noch
immer richtig viel Spaß machen kann.
TusenFryd ist damit definitiv einen Besuch wert – und wer Achterbahnen liebt,
sollte Storm dabei keinesfalls auslassen.



